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Obstbäume
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Obstbäume: Obstbäume sind Bäume, die essbare Früchte tragen. An Fruchtformen finden sich: Beeren, Nüsse; Obstbäume werden meist planmäßig angebaut (siehe dazu auch: Spalier) und sind dann in Gärten oder Plantagen zu finden. Die traditionelle Obstbauform ist die Streuobstwiese, bei der verschiedene Obstbaumsorten in Hochstammform unregelmäßig („gestreut“) auf einer Wiese stehen. Die typischen Anbauformen der Obstbäume (Spalier, Spindel, Längs oder Hohlkrone und Hochstamm) entstehen durch eine Kombination von Pflanzenveredelung und Schnitt der Pflanzen. Die natürliche, also unveredelte und ungeschnittene Form, beispielsweise der Apfelsorten, wäre ein größerer Busch, mit geringem Ertrag und Lebensdauer sowie nicht vorhersagbarem Geschmack und Qualität der Früchte. Der Begriff Obst stammt aus dem Althochdeutschen (obez „Zukost“) und meinte ursprünglich alles, was außer Brot und Fleisch verzehrt wurde, auch Hülsenfrüchte, Gemüse und Ähnliches. Heute ist es ein Sammelbegriff der für den Menschen genießbaren Früchte und Samen von meistens mehrjährigen Bäumen und Sträuchern, die zum größten Teil roh gegessen werden können (Frischobst). Die Unterscheidung zwischen Obst und Gemüse ist unscharf. In der Regel stammt Obst von mehrjährigen, Gemüse von einjährigen Pflanzen und der Zuckergehalt beim Obst ist meistens höher. Botanisch gesehen entsteht Obst aus der befruchteten Blüte. Gemüse entsteht aus anderen Pflanzenteilen. Paprika, Tomaten, Zucchini, Kürbisse und Gurken sind zwar Früchte, werden aber gemeinhin wegen der fehlenden Süße bzw. Säure nicht als Obst, sondern als Fruchtgemüse bezeichnet. Rhabarber hingegen ist ein Pflanzenstängel, wird aber auch als Obst verwendet. Die unten beschriebene Einteilung von Obst (Kernobst, Steinobst ist die heute im Handel übliche. In der Botanik dagegen fasst man unter dem Sammelbegriff Obst „alle diejenigen kultivierten oder wild wachsenden Samen und Früchte zusammen, die im allgemeinen roh gegessen werden und von angenehmem, meistens süßlichem oder säuerlichem Geschmack sind. Sofern es sich dabei um Samen handelt, sind diese wegen des Kaloriengehalts meistens sehr nahrhaft, während Früchte, deren Samen vielfach nicht mit verzehrt werden, in der Regel Fruchtfleisch mit hohem Wassergehalt darstellen. Sie haben deshalb meistens nur einen geringen Nährwert, haben dagegen meistens einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralsalzen“. Im Artikel Nutzpflanzen wird die in der Botanik geläufige Einteilung von Obst (Samenobst, Fruchtobst verwendet. Apfelbäume – Apfelbaumsorten – Apfelsorten: Alkmene Bittenfelder Boskoop Brettacher Gehrers Rambur Gewürzluiken Goldrenette Hauxapfel Jakob Fischer Jakob Lebel James Grieve Jonathan Kaiser Wilhelm Obstbäume : Melrose Öhringer Blutstreifling Ontario Reglindis Remo Rewena Rheinischer Bohnapfel Rote Sternrenette Roter Berlepsch Schöner Wiltshire Schwaikheimer Rambur Schweizer Glockenapfel Obstbäume : Sonnenwirtsapfel Teuringer Winterrambur Trierer Weinapfel Weißer Klarapfel Welschisner Zabergäu Renette. Kirschbäume – Kirschbaumsorten Obstbäume : – Kirschsorten: Adlerkirsche Benjaminler Beutelspacher Rexelle Büttners Rote Dolleseppler Große schwarze Knorpel Hedelfinger Morellenfeuer Schneiders Späte Schwarze Schüttler. Birnenbäume – Obstbäume : Birnbaumsorten – Birnensorten: Alexander Lucas Bayerische Weinbirne Champagner Bratbirne Clapps Liebling Doppelte Philippsbirne Obstbäume : Fellbacher Wasserbirne Gelbmöstler Gräfin von Paris Grüne Jagdbirne Kirchensaller Mostbirne Köstliche von Charneux Lederhosenbirne Obstbäume : Luxemburger Mostbirne Palmischbirne Pastorenbirne Rommelter Birne Schweizer Wasserbirne Stuttgarter Geißhirtle. Zwetschgenbäume – Zwetschgenbaumsorten – Zwetschgensorten: Ersinger Obstbäume : Frühzwetschge Haferpflaume Hauszwetschge Ruth Gerstetter. Wildobstbäume Wildobstsorten: Eberesche, essbare Speierling Obstbäume : Vogelkirsche Walnuss, veredelt. Apfelbeeren Aprikosen Banane (Pflanzen) Bedford (Himbeere) Beerenobst Bermuda (Himbeere) Black King (Kirsche) Blackburn (Waldheidelbeere) Blue Niagara (Weintraube) Bodendecker Obstbäume : Erdbeere (Pink Panda) Brombeeren Brombeeren (Riesen) Bühler-Frühzwetschge Burbank (Pflaume) California Mirabelle (Zwetschge) Castanea sativa (Maronen / Kastanien) Colorado (Kirsche) Cranberry (Vaccinium macrocarpon) Doris Blue Pflaume Duo-Dreifruchtbäume Duo- Obstbäume : Zweifruchtbäume Earliglo-Peach-New (Pfirsich) Erdbeeren Erdbeerwiese (Erdbeere) Erdkirsche Feigenbäume Golden Niagara Obstbäume : (Weintraube) Granada gelb (Stachelbeere) Granada grün (Stachelbeere) Granada rot (Stachelbeere) Great Auburn Delicious (Kirsche) Great Black Delicious (Kirsche) Hakras Appetita (Erdbeere) Halbstamm-Obstbäume Haselnuß (Corylus avellana) Hauszwetschge Hedelfinger Kirsche Heidelbeere (Waldheidelbeere) Himbeere, Schwarze- Himbeeren Himbeeren, Obstbäume : Gelbe Himbeeren, Riesen Honigmelone, Balkon (Solanum murikatum) Hull Thornless (Brombeere) Indians (Pflaume) Indians Obstbäume : Reneklode (Zwetschge) invicta (Stachelbeere) Jochelbeere Johannisbeeren Johannisbeeren, Riesenfrucht Jokohama Double Dwarf (Zwergsüßkirsche) Kastanien / Maronen (Castanea sativa) Kent (Erdbeere) Kernechter Pfirsich Kirschbäume Kiwi Korona (Erdbeere) Livingstone Black Obstbäume : (Johannesbeere) Livingstone Red (Johannesbeere) Mandeln Mara des Bois (Erdbeere) Maronen / Kastanien (Castanea sativa) maulbeeren (Schwarze) Maulbeeren (Weiße May King (Kirsche) Melone Marmeladenpasteke Melone, Alt-Frankreich Melone, Amerikanische Obstbäume : Wassermelone Melone, Cantaloup-Melone Noir des Melone, Chilton Melone, Weihnachtsmelone Melonen Morelia (Erdbeere) Multiraspa (Himbeere) Musaceen (Bananen) Nabucko (Pfirsichkirsche) nektarine Nordens Reneklode (Zwetschge Obstgehölze orangenbaum Ostara (Erdbeere) Obstbäume : Pfirsichbäume Pflaumenbäume Pocatello (Erdbeere) Polka (Erdbeere) Preiselbeeren (Waldpreiselbeeren) Prunus avium Burlat \"Süßkirsche\" Prunus cerasus (Schattenmorelle) Quebek (Apfelquitte) Obstbäume : Raymond (Himbeere) Red Niagara (Weintraube) Redgold Nectarine (Pfirsich) Reflamba (Stachelbeere) Rhabarber Riesen-Himmbeeren Obstbäume : Riesen-Johannisbeeren Rolonda (Stachelbeere) Rovada (Busch) (Johannisbeere) Rovada (Hochstamm) Johannisbeere Samar (Erdbeere) Sanddorn Schikoku (Zwergpfirsich) Schlehe, Schwarzdorn (Prunus spinosa) Speierling (Sorbus domestica) Stachelbeeren Wahlnussbäume Wein weinpflanzen bäume, Obstbäume, Beerenobst pflegen obstbäume richtig schneiden Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen bei Obstgehölzen gehört der Schnitt, weil damit Menge und Obstbäume : Qualität des Ertrags reguliert werden. Bei jungen, noch nicht tragenden Bäumen fördert ein guter Schnitt den Aufbau eines starken Astgerüsts, an dem sich im Ertragsalter viele Früchte entwickeln können. In Obstbäume : Kleingärten spielen die Gestaltung und Regulierung der Baumform eine besondere Rolle, denn hier muß der spärlich vorhandene Platz optimal genutzt werden. Jedes Entwicklungsstadium eines Baumes erfordert unterschiedliche Schnittechniken, deren Grundregeln im folgenden erklärt werden. Über Besonderheiten, zum Beispiel bei Pfirsich oder Sauerkirsche, können Sie sich in der Baumschule informieren. Vor allem wenn man mehrere Bäume im Garten hat, ist es sinnvoll, einmal einen Baumschnittkurs mitzumachen. Solche Kurse werden von Baumschulen, Gartencentern und manchen Gärtnereien angeboten. Kronenformen Je nachdem, wie sich die Seitenäste verzweigen, spricht man von einer Pyramiden- (auch Buschbaumkrone genannt), Hohl- oder Trichterkrone. Daneben gibt es noch einige Sonderformen. Die Kronenformen sind häufig bereits durch das Beschneiden in der Baumschule vorgegeben. Achten Sie deshalb schon beim Kauf auf die gewünschte Form, die neben Obstbäume : der Sorte, der Unterlage und dem Alter auf dem Etikett vermerkt sein sollte. Die Pyramidenkrone besitzt einen Mitteltrieb (Stammverlängerung) und einige Obstbäume : starke seitliche Leitäste. Die Seitentriebe der Leitäste werden Nebenäste genannt, an ihnen entwickelt sich das Fruchtholz. Die Hohl- oder Trichterkrone weist keinen Mitteltrieb auf, sondern wird im allgemeinen aus Obstbäume : drei nebeneinanderstehenden Seitenleitästen gebildet, an denen die fruchttragenden Äste sitzen. Die Unterlage ist der Wurzelstock, auf den die Edelsorte veredelt wurde. Diese bestimmt zu 80 % das Wachstum und damit Obstbäume : die spätere Größe des Baumes. Da die Pyramidenkrone am häufigsten verbreitet ist, beziehen sich die folgenden Schnittregeln auf diese Kronenform. Pflanzschnitt Der Pflanzschnitt hat die Aufgabe, das Ungleichgewicht, das zwischen Obstbäume : Wurzelraum und Krone durch den Wurzelverlust beim Ausgraben in der Baumschule entstand, auszugleichen. Um Frostschäden zu vermeiden, wird immer im Frühjahr geschnitten, auch wenn bereits im Herbst gepflanzt wurde. Kernobst, wie Apfel und Birne, wird um etwa die Hälfte, Steinobst, wie Kirsche und Pflaume, um etwa zwei Drittel zurückgeschnitten. Für den späteren Kronenaufbau genügen neben dem Mitteltrieb 3 bis 4 Obstbäume : Seitenleittriebe. Der Mitteltrieb darf nach dem Schnitt etwas höher stehen als die Seitenleittriebe. Man richtet sich am besten nach dem schwächsten Seitenleittrieb. Die verbleibenden Seitentriebe alle auf diese Höhe Obstbäume : zurückschneiden. Die optimale Schnittführung liegt leicht abgeschrägt, etwa 1 bis 2 mm über der Knospe. Der Schnitt darf nicht zu dicht an der Knospe und nicht zu stark abgeschrägt geführt werden, sonst vertrocknet die Obstbäume : Knospe. Ein zu großer Stummel über der Knospe führt zu unerwünschtem Totholz. Weitere Schnittmaßnahmen: Nach dem Pflanzschnitt kann man bereits mit der Formgebung der Krone beginnen, indem man zu steil stehende Leittriebe mit gekerbten Hölzern spreizt oder mit speziellem Bindedraht herunterbindet. Der Winkel zwischen Mitteltrieb und Seitenleitast sollte ungefähr 60° betragen. Einige für den Kronenaufbau nicht benötigte Triebe können schon jetzt zu Fruchtholz umgeformt werden, wenn man sie waagrecht herunterbindet. So wird die Ernte von Früchten bereits möglich, bevor der Baum das tragfähige Alter erreicht hat. Die restlichen Äste entfernen. Erziehungsschnitt Die Baumkrone muß offen und locker sein, damit Luft und Sonne ausreichend Zugang haben. Dafür ist der Erziehungs- oder Aufbauschnitt Obstbäume : nötig. Eine lockere Krone hat Leitäste, die am besten auf verschiedenen Etagen gut verteilt um den Mitteltrieb angeordnet sind. Dadurch gelangt das Sonnenlicht an alle Blätter und Früchte. Man schneidet die Verlängerungen der Leitäste um etwa ein Drittel auf eine schräg nach unten stehende Knospe zurück. So werden die Nebenäste, die das Fruchtholz tragen, gefördert. Schnittipps: Schneidet man die Obstbäume : Verlängerungen der Leittriebe zu früh, zum Beispiel im November / Dezember, und zu kurz, wird eine starke Seitenverzweigung erreicht. Bleibt dagegen ein Ast über eine längere Strecke ohne Verzweigung, wurde im Obstbäume : Vorjahr nicht kurz genug geschnitten. Zurückbleibende Verlängerungstriebe sollte man auf einen nach außen wachsenden Holztrieb zurücknehmen. Dieses Ableiten bewirkt, daß der geförderte Trieb die Obstbäume : Leitfunktion übernimmt. Alle waagrechten, seitlich abstehenden Triebe, die an den Leitästen nach außen wachsen, werden belassen, denn an ihnen bilden sich die Früchte. Der Mitteltrieb wird so weit eingekürzt, daß er Obstbäume : mit den Leitästen einen Winkel von ungefähr 120° bildet. Beim Apfel wird die Mitteltriebverlängerung auf 7 bis 10 Knospen gekürzt, bei Birne und Pflaume auf 5 bis 6. Konkurrenztriebe und nach innen wachsende Obstbäume : Zweige werden ebenso entfernt wie beschädigte oder kranke. Der Erziehungsschnitt wird je nach Obstsorte über 3 bis 8 Jahre so lange weitergeführt, bis sich ein lockeres, aber kräftiges Kronengerüst mit reichlich Obstbäume : Fruchtholz gebildet hat. Da nun die Wuchskraft vermehrt in die Fruchtentwicklung fließt, nimmt das Wachstum des Kronengerüsts ab, und die Krone behält weitgehend ihre Form bei. Die Phase der Aufbau- oder Erziehungsschnitte ist jetzt beendet und wird durch die Erhaltungsschnitte abgelöst. Erhaltungsschnitt Dieser Schnitt hat die Aufgabe, die Krone weiterhin locker zu halten und jährlich leichte Obstbäume : Formkorrekturen vorzunehmen. Man entfernt alle \"Reiter\", das sind stark wachsende Triebe, die senkrecht nach oben aus dem Astscheitel wachsen. Auch alles, was krank ist, sich behindert, aneinander reibt und nach innen wächst, wird entfernt. Zu stark wachsende Äste leitet man auf einen guten, nach außen gerichteten Seitenast ab, damit das Gleichgewicht in der Krone erhalten bleibt. Zu steil wachsende Leitäste sollten auf einen tieferen, mehr waagrecht stehenden Seitenast abgeleitet werden. Die waagrechte Stellung kann auch durch Abspreizen des zu steil wachsenden Leitastes erreicht werden. Abwärts wachsende Äste leitet man auf einen Trieb auf Obstbäume : der Astoberseite ab oder hebt diese durch Hochbinden an. Konkurrenztriebe sind immer zu entfernen, besonders am Mitteltrieb. Der Mitteltrieb darf die Leitäste nur wenig überragen, er muß deshalb regelmäßig etwas gekürzt werden. Zu starke Äste im oberen Kronendrittel werden entfernt, sie nehmen sonst den Obstbäume : tiefer ansetzenden Leitästen schnell das nötige Licht und können zu Konkurrenztrieben des Mitteltriebes werden. Fruchtholz: Seitlich flach wachsendes Fruchtholz an den Leitästen und deren Nebenästen wird belassen, da es besonders gute Früchte bildet. An Stellen mit zu wenig Fruchtholz kann man die senkrechten Obstbäume : Reitertriebe im Juli / August waagrecht herunterbinden. Sie beginnen dann ebenfalls Fruchtholz zu bilden. Auch der Rückschnitt im Winter auf 3 bis 4 Knospen ist möglich. Aus den verbleibenden Stummeln bildet sich in aller Regel seitlich Fruchtholz aus. Je älter die Bäume werden, desto mehr Fruchtholz bildet sich in Form von sogenannten Fruchtspießen. Das sind kurze Seitenästchen mit einer oder mehreren abschließenden Knospen. Damit Obstbäume : der Baum nicht mit Fruchtholz überladen wird entfernt man die oberhalb wachsenden beschattenden ebenso wie die unterhalb wachsenden beschatteten Fruchtspieße. Verjüngungsschnitt Alternde Apfel-, Birn- und Pflaumenbäume vermindern ihr Triebwachstum im Laufe der Jahre. Werden die Triebe nur noch 20 bis 30 cm lang, wird es Zeit für einen Verjüngungsschnitt. Er soll die Erneuerung des überalterten Kronengerüsts und die Reduzierung des im Alter oft übermäßig vorhandenen Fruchtholzes bewirken. Dafür wird die Krone um ein Drittel bis zur Hälfte gestutzt. Man schneidet also bis weit in älteres Holz zurück. Der starke Eingriff bewirkt einen heftigen Austrieb, mit dem die Krone neu aufgebaut wird. Für den Verjüngungsschnitt eignen sich nur Obstbäume : gesunde Bäume und solche, die noch nicht zu alt sind, also noch genügend Triebfähigkeit besitzen. Kurze Triebe hervorbringende Bäume, die reichlich Früchte tragen, müssen früher verjüngt werden als Exemplare mit starken Trieben und mäßigem Fruchtbehang. So wird geschnitten: Zuerst den Obstbäume : Kronenwinkel festlegen, der zur Orientierung dient. Den Mitteltrieb um etwa ein Drittel der Gesamtkronenhöhe zurückschneiden. An Obstbäume : diesem Punkt setzt der Kronenwinkel an, der bei breitkronigen Bäumen (Apfel, Steinobst) zwischen 120 und 150° und bei hochkronigen Obstbäume : Bäumen (Birne, Kirsche) 90 bis 120° betragen sollte. Anschließend verfahren Sie so: Um das Höhenwachstum im oberen Kronendrittel nicht zu sehr zu begünstigen, alle starken Äste und Leitäste entfernen, nur schwache Zweige und Nebenäste stehenlassen. Im Kronenmittelteil alle Leitäste im allgemeinen 3 bis 4, unter die Linie des Kronenwinkels auf einen waagrechten Obstbäume : Seitentrieb zurücknehmen. Die Leitäste im unteren Kronenteil die oft leicht abwärts gerichtet sind, auf leicht ansteigende Triebe ableiten. Diese werden, entsprechend den Schenkeln des Kronenwinkels, weniger stark zurückgenommen als weiter oben sitzende. Generell ist darauf zu achten, daß sich Leit- und Nebenäste nicht Obstbäume : beschatten oder behindern. Ist dies der Fall werden sie vollständig entfernt oder bis zu einer Gabelung zurückgeschnitten. Fruchtholz, das oft quirlartig austreibt und mit Knospen überladen ist, um ein Drittel bis zur Hälfte reduzieren. Junges Fruchtholz belassen, älteres entfernen und zu dicht stehendes ausdünnen. Schößlinge an der Oberseite von Leit- und Nebenästen vollständig entfernen, sonst entwickeln sie sich zu stattlichen Wasserschossen. Beschattetes, schwaches Fruchtholz an der Astunterseite abschneiden, es bringt nur minderwertige Obstbäume : Früchte hervor. Weitere Maßnahmen: Nach dem Schnitt düngen und den Boden verbessern. Wasserschosse, die sich an den Astoberseiten bilden, solange noch keine Verholzung eingesetzt hat, mit der Hand abreißen. Bei günstiger Verteilung können einige dieser Triebe sogar stehenbleiben und zur Neubildung der Krone Obstbäume : beitragen. Auslichtungsschnitt Werden die bisher genannten Schnittmaßnahmen konsequent und sachgemäß durchgeführt, sind Auslichtungsschnitte meist nicht notwendig. Wichtig werden sie, wenn man einen Garten übernimmt, in dem sehr vernachlässigte Bäume stehen. Bei sehr dichten Kronen muß der Auslichtungsschnitt aber auf mehrere Jahre verteilt werden. Sinn des Auslichtens ist es, den Lichteinfall zu verbessern und das Triebwachstum anzuregen. Obwohl nicht unbedingt zwingend, empfiehlt es sich, alle 3 bis 4 Jahre Obstbäume : während des Hauptertragsalters ( etwa ab dem 5. Jahr) Auslichtungsschnitte durchzuführen. Durch das Auslichten kommen die Nährstoffe verstärkt der Blütenbildung und der nächstjährigen Ernte zugute. Geschnitten werden kann im Sommer oder während der Vegetationsruhe von Ende November bis Mitte März. Obstbäume : Beim Auslichten entfernt man alle störenden, zu gedrängt stehenden oder nach innen wachsenden Zweige und Triebe, die das Obstbäume : Kroneninnere zu dicht machen, außerdem Steiltriebe auf der Astoberseite und die Astrangordnung störende Zweige und Äste, stark wüchsiges Holz im oberen Kronendrittel und Konkurrenztriebe am Obstbäume : Mittelleittrieb. Jeder Ast in der oberen Kronenhälfte sollte einen flachen Endtrieb haben oder auf einen solchen abgeleitet werden. Zu Üppiges Obstbäume : Fruchtholz (Quirlholz) wird ausgelichtet, schattenständiges nach unten gerichtetes entfernt. Schnittreaktionen Auf starken Schnitt reagieren Bäume gewöhnlich mit starkem Triebwachstum, vorzugsweise an den Astoberseiten. Auf den Leitästen senkrecht hochwachsende Wasserschosse (Reiter) werden ausnahmslos bereits ab Juni entfernt. Seitlich ansetzende und flache Triebe werden Obstbäume : belassen. Am seitlichen Fruchtholz darf sehr vorsichtig verjüngt werden, indem altes hängendes Fruchtholz, aus dem sich junge Fruchttriebe entwickelt haben, bis zum jüngeren Trieb zurückgenommen wird. Verlängerungstriebe aus den Leit- und Seitenästen werden generell geschont und bei zu steiler Stellung im Juli / Obstbäume : August in waagrechte Stellung gebracht, indem sie beispielsweise unter Nachbarzweige geschoben werden. Diese sogenannten Langtriebe werden einige Jahre nicht beschnitten, da sich aus ihnen später Fruchtholz entwickelt. Apfel (Es existieren weit über zwei Dutzend alte, noch nicht Obstbäume : überzüchtete Arten), Birne (Wähle ebenfalls unter den alten noch nicht überzüchteten Arten. Es existieren mehr als ein Dutzend!), Quitten, Obstbäume : Süßkirschen (eine Vielzahl von Sorten ermöglichen unterschiedliche Erntezeiten), Sauerkirschen, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen, Renekloden, Walnüsse, Obstbäume vor Obstbäume : Schädlingen schützen Sofern nicht bereits geschehen, sollten im September um die Stämme von Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäumen Fanggürtel aus 15 Zentimeter breiter Wellpappe angebracht werden. Dieses Obstbäume : Versteck wird sehr gerne von Raupen des Apfel- und Pflaumenwicklers aufgesucht, die das Fallobst verlassen und ein geschütztes Versteck für den Winter suchen. Sie sind Nachkommen der zweiten Obstbäume : Faltergeneration des Jahres (siehe auch: Wickler-Schmetterlinge an Obstbäumen bekämpfen). Statt in Borkenritzen des Stammes spinnen sich die Raupen gerne unter dieser Wellpappe ein. Doch auch den selteneren Großen Frostspanner, ab Obstbäume : September unterwegs, und den gefährlichen Kleinen Frostspanner (ab Oktober) kann man hiermit abfangen. Hier sind die flügellosen Weibchen bis in den März hinein unterwegs nach oben, um in den Kronen ihre Eier abzulegen. Obstbäume : Die Raupen erscheinen sehr früh im Jahr und vernichten Knospen und junge Triebe (siehe: Schädlinge und Krankheiten an Obstgehölzen). Damit Obstbäume : die Weibchen unter der Wellpappe bleiben, wird diese nur am oberen Ende sehr fest gebunden (zum Beispiel mit kräftigem Draht), das untere liegt lediglich locker auf. Wegen dieser Frostspanner muss die Wellpappe Obstbäume : wöchentlich kontrolliert werden. Dabei Raupengespinste, Frostspannerweibchen und deren Eier (dunkelrot, etwa mohnkorngroß) Obstbäume : vernichten, zum Beispiel mit einer Drahtbürste abschrubben. Alternativ können Leimringe um den Stamm (wie auch um Stützpfähle!) gewickelt werden, an denen die Weibchen kleben bleiben. Unbedingt Leimringe Obstbäume : in grüner Farbe verwenden, sonst werden andere Insekten angelockt und mit ihnen dann leider auch Singvögel. Der Kleine Frostspanner befällt, außer Pfirsiche, alle Obstgehölze, am liebsten aber Süßkirschen. Bei den Obstbäume : Leimringen muss bis zum März die Klebefähigkeit gewährleistet sein.
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